Christina Rogers, M.A.

Christina Rogers studierte Kulturwissenschaft, Kunst- und Bildgeschichte und Religionswissenschaft an der Universität Bremen, der Freien Universität Berlin sowie der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Forschungsprojekt „Principle of Disruption“ promoviert sie zu Migration in Europa.

Forschungsskizze

Christina Rogers befasst sich mit der Ausdifferenzierung des EU-Grenzregimes und dessen Auswirkung auf gegenwärtige Migrationsgeschehen. Von einer Untersuchung verschiedener Kontrolllogiken ausgehend, werden die materiell-virtuellen, raum-zeitlichen, wie auch biopolitischen Implikationen der Regulierung von Migration in EUropa herausgearbeitet. Mit der fortschreitenden Technologisierung des EU-Grenzregimes, verfolgt die Arbeit unter anderem das Ziel Forschungsergebnisse aus den Bereichen der Technoscience, der Migrationsforschung und der Gouvernementalitätsforschung zu vereinen. Dabei sollen insbesondere Störungspotenziale von Migration und Mobilität untersucht werden, die Mechanismen der Migrations- und Grenzkontrollpolitik freilegen und theoretisierbar machen.

Publikationen

  • gemeinsam mit Jutta Lauth Bacas, Jeff Deutsch, Daphne Dragona, Katrin M. Kämpf, Evan Light, Marta Peirano, Valentina Pellizzer, Florian Sprenger, Jaron Rowan, Abiol Lual Deng: Infrastructures of Disconnection. Of Drones, Migration and Digital Care, in: Location and Dislocation: Mapping Geographies of Global Data, Special Issue of Imagination. Journal of Cross-Cultural Image Studies. [in review]
  • gemeinsam mit Katrin Kämpf: Mapping the margins of welcome cultures. Biopolitical immunization, reproduction and the construction of Europe’s border regime, in: PhiloSOPHIA: A Journal of Continental Feminism. [in review]
  • gemeinsam mit Katrin Kämpf: Citizen n-1. Laura Poitras’ Citizenfour as a reparative reading of a paranoid World, in: Lars Koch, Tobias Nanz, Johannes Pause (Hg.) Disruptions in the Arts. Berlin/New York: de Gruyter 2017 [in review]
  • gemeinsam mit Lars Koch, Das Kollektiv der Leerstellen. Auf den Spuren des Tasmanischen Tigers in Julia Leighs The Hunter, in: Martin Doll, Julia Griem, Oliver Kohns (Hg.): Politische Tiere. Zoologie des Kollektiven. Texte zur politischen Ästhetik, Bd. 6, München: Wilhelm Fink. [in Vorbereitung]
  • Von Vietnam zum Sommer der Migration – Eine Kontextualisierung deutscher »Willkommenskultur«, in: Bengü Kocatürk-Schuster, Arnd Kolb, Thanh Long, Günther Schultze, Sascha Wölck (Hg.): Unsichtbar. Vietnamesisch-Deutsche Wirklichkeiten, Edition DOMiD-Migration im Fokus Bd. 3. Köln: DOMiD 2017, S. 70–78.
  • Suche im Sumpf. True Detective und enttäuschende Wahrheiten über Detektive, Mörder, Rassismus und die USA, in: Mark Arenhövel, Anja Besand, Olaf Sanders (Hg.): Wissenssümpfe. Wiesbaden: Springer 2016, 197–217.
  • Wenn Data Stirbt. Grenzen Kontrolle und Migration. In: ZfM – Zeitschrift für Medienwissenschaft, 13, 10/2015, S. 57–65.[peer-reviewed]
  • gemeinsam mit Sascha Wölck: Labeling Difference – Of discrimination and the social standing of children fathered by US soldiers during the Vietnam War, in: Peter Rosenberg, Konstanze Jungbluth, Dagna Zinkhahn Rhobodes (Hg.): Linguistic Construction of Ethnic Borders. Frankfurt am Main: Peter Lang 2015, S. 113–131.

Vorträge, Konferenzen und Workshops

  • Data-Doubles. Europäische Grenzen als Praktiken der Premediation von Risiken, Vortrag im Rahmen des Workshops “Wie zusammen Leben. Das Versprechen der Commons”, Universität Konstanz, 27-28 Januar 2017
  • Tacit Futures. Towards the Democratic Control of Movement, Teilnahme am Workshop “Care Culture, Drone War and Mass Mobility”, 27-29.Oktober 2016, Volksbühne, Berlin
  • Working on the Future. How the EU-border regime governs the possible, Vortrag im Rahmen der internationalen Tagung “Migration und Medien”, Technische Universität Dresden, 20-22 Oktober 2016
  • The Politics of Taking-In. Security, Reproduction and the ‘Refugee Crisis’, Vortrag im Rahmen des Focus on German Studies Twentieth Annual Graduate Student Conference, University of Cincinnati, 20-22 November 2015
  • Grenzgänger in Theorie und Praxis: Von der permeabilität der Grenze zur Liminalität neuer Akteure und Räume, Teilnahme an der Autumn School, 07.–11.Oktober.2015, Collegium Polonicum, Europa Universität Viadrina
  • Nietzsche im Sumpf – Der Detektiv und seine Begegnung mit Natur, Vortrag im Rahmen der Werkstatt-Tagung „True Detective“ des Netzwerks Weiter Sehen: Interdisziplinäre Perspektiven Dresdner Serienforschung, Technische Universität Dresden, 01./02. Mai 2015